http://ifedeli.org/site/wp-content/themes/ifedeli/img/site-About.jpg

Venezia barocca – a new style is conquering Europe

a programme with virtous solo and and chamber music of the Early Baroque from Italy and Germany

venedig035

Das Venedig des 17. Jahrhunderts war das Zentrum der abendländischen Musik. Neben dem bedeutenden Markusdom, zu dessen berühmten maestri auch Claudio Monteverdi gehörte, beherbergte Venedig in seinen sechs Distrikten eine Vielzahl anderer musikalischer Stätten. Dazu gehörten Pfarrkirchen und Klöster; scuole grandi e piccole (die ersteren Genossenschaften von Kaufleuten, die letzteren Clubs von Handwerkern und Händlern); die ospedali, die sich um (vornehmlich weibliche) Waisen kümmerten; die Paläste und Gärten des Adels; öffentliche und private Theater; Spielcasinos; und selbst die Kanäle.

Es ist also nicht verwunderlich, dass deutsche Fürsten die bei ihnen angestellten Musiker zur Weiterbildung nach Italien schickten. Diese brachten dann den neuen extravaganten Stil mit in ihre Heimat.

Johann Rosenmüller (geb.: Oelsnitz bei Zwickau, c1619; gest.: Wolfenbüttel, 1684)

hat viel zu dieser Überlieferung des italienischen Stils in den Norden beigetragen; denn obwohl er den größten Teil seines Lebens in Italien verbrachte, wurde seine Musik in Deutschland sehr geschätzt. Rosenmüller wurde 1658 als Posaunist am Markusdom angestellt und 1660 hatte er sich schon als Komponist dort etabliert. Von 1678 bis 1682 war er auch Komponist an der Ospedale della Pietà . Gegen Ende seines Lebens kehrte er als Kapellmeister am Hof von Wolfenbüttel nach Deutschland zurück.

Auch Philipp Friedrich Buchner (geb.: Wertheim, 11. Sept 1614; gest.: Würzburg, 23. März 1669), seit 1634 Organist an der Barfüsserkirche in Frankfurt, besuchte Venedig und veröffentlichte dort enige seiner Stücke.

Philipp Friedrich Böddecker selbst war wahrscheinlich nicht länger in Italien. Aber seine Sonata Sopra La Monica, Sacra Partitura, Straßburg 1651 für Fagott ist sehr vom italienischen Diminutionsstil der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts geprägt.

Italienische Komponisten des Programms umfassen u.a. Dario Castello, der in Venedig in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte und um 1621 Leiter des Bläserensembles und Musiker am Markusdom war und Giovanni Battista Fontana (geb.: Brescia ?1589, gest.: Padua ?1630), der neben Rom und Padua auch in Venedig tätig war.

Besetzung: 4 Instrumente
Zink, Violine, Dulzian und Cembalo/Orgel

Log in | Powered by WordPress designed by Jonas Hansen