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Ludwig Senfl

ein Schweizer in Europa

Senfl-Ludwig

Ende des 15. Jahrhunderts in oder um Basel geboren, hat Senfl eine aussergewöhnliche Karriere als Komponist gemacht. Er war der wichtigste Student Heinrich Isaacs, reiste ausgiebig mit ihm und arbeitete für ihn als Kopist. Nach dem Tod seines Meisters, trat er dessen Nachfolge an als Hofkomponist der Hofkapelle Kaiser Maximillian des Ersten, wo er bis zum Tod des Kaisers 1519 verblieb. Unglücklicherweise bevorzugte Karl der Fünfte seine eigenen, spanischen Musiker und lehnte Senfls Dienste ab. Es gab einige Jahre der Verzweiflung und wiederholten Versuche um dort als Musiker und Komponist angenommen zu werden. Wahrscheinlich war seine Messe „L’Homme Armé“ für den Kaiser geschrieben worden als eine Art Bewerbungsschreiben. An 1523 war Senfl in München, wo er einen Posten in Herzog Wilhelms Bayrischer Hofkapelle bekam; er verbrachte den Rest seines Lebens dort. Senfl war sich der theologischen Kontroversen seiner Zeit bewusst: Obwohl er Luthers Reformation nicht öffentlich unterstützte, scheint er mit ihr sympathisiert zu haben. Senfls Ecce quam bonum et quam iucundum habitare fratres in unum wurde bei der Eröffnung des Augsburger Reichstags 1530 aufgeführt als Mahnung zur Einheit der Kirchenfraktionen. Kurz vor Ende des Reichstags, bat Luther Senfl um eine Komposition und erhielt zwei Motetten, Non moriar sed vivam und In pace in idipsum, wofür er ihm als Dank eine kleine Truhe mit Büchern schenkte.

Unser Programm kombiniert die wichtigsten Werke, die die Lebensgeschichte Senlfs illustrieren, mit der Messe “L’Homme Armé” im Mittelpunkt. Lieder, wie das autobiographische Lust hab ich g’habt zur musica markieren die verschiedenen Station seiner Karriere. Diese werden eingerahmt mit Stücken von Komponisten, die eine wichtige Rolle in Senfls Leben spielten, wie Josquin des Prez, Isaac, Hofhaimer und Lassus

Besetzung: 9-11 Musiker
3-5 Sänger, Zwei Zinken, Pommer, Posaune, Dulzian und Orgel

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