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Musica strumentalis in “Stil antico” & “Stil Moderno”

Zwei Stile, gleichzeitig lebendig um 1600

venice

Mit alten Konventionen brechen, neue Instrumente entwickeln, Polyphonie durch Tasteninstrumente oder Laute ersetzen, chromatische Musik komponieren und die Alten Griechen neu interpretieren: Die Meister der Musik des 16. Jahrhunderts kreierten einen innovativen Stil, einschliesslich der Oper, der kurz darauf die instrumentale Musik beeinflussen und “stravagante” genannt würde. “Prima prattica” oder “stilo antico” sind Begriffe, die die polyphone Flämische Schule repräsentieren, die in ganz Europa und der Neuen Welt verbreitet waren. Der neue Stil hat seine Wurzeln sowohl im Norden, als auch im Süden Europas. Doch findet er seine expressivste Form in der Republik Venedig, wo die Basilica di San Marco viele Sänger und Instrumentalisten in Dienst hat. Gleichzeitig mit der Suche nach neuen Klängen entsteht ein Instrument, dass bald den Zink als prinzipales Soloinstrument ablösen soll: Die Violine, der Sopran einer Familie von Insrumenten, die später das Streichorchester bildet. Doch obwohl der Einfluss des neuen Stiles in ganz Europa sehr groß ist, stirbt die alte Praxis weder aus, noch wird sie ersetzt. Verschiedene Höfe und Kirche behalten die klassische Polyphonie und die traditionellen Intrumente, wie den Dulzian und den Zink bei, die schon Anfang des 18. Jahrhunderts als altmodisch galten.

I Fedeli präsentiert ein Programm mit instrumentaler Musik um 1600, dass den stilistischen Wandel illustriert. Mit der Besetzung von Bläsern, Violine und Orgel werden die zwei Stile, die am Anfang der Barockzeit vorherrschten, kombiniert.

Mit Werken von A. Willaert, C. Rore, G.P. Palestrina, A.Gabrieli, G.Gabrieli, T.Merula, G.M. Fontana, B. Marini und A. Bertali.

Besetzung: 7 Instrumente
Violine, zwei Zinken, Pommer, Posaune, Dulzian und Orgel

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